Rückblicke

Auf Vorschlag unseres Chorleiters führte uns der diesjährige Chor-Ausflug (28./29.9.) in die Region Ossiach. Mit fünfzig Teilnehmern war der Bus voll. Bis zum Tauerntunnel regnete es, im Lungau war die Fahrbahn bereits trocken und mit Befahren des Kärntner Bodens tat sich der Himmel auf und wir hatten herrliche sonnige Herbsttage vor uns. Die erste Kaffeepause gab es in Seeboden, dann führte uns die Fahrt über Feld a. See, vorbei am Afritzersee über Villach nach Wernberg. Wir besichtigten das Schloss und Kloster Wernberg und konnten im Rahmen einer interessanten Führung Schloss, Kirche und den Kräutergarten bestaunen. Unser Führer, der landwirtschaftliche und gärtnerische Verwalter des Klosters, der auch Obmann eines Gesangsvereins ist, verstand es, einen beeindruckenden Bogen zu spannen von Tradition und neuzeitlichen Anforderungen, von Geben und Nehmen der Natur, vom Werden und Absterben des Menschen und der Pflanzen, von Wertschätzung bewährter langjähriger Erfahrungen der hiesigen Klosterschwestern und deren Einfließen in die heutige Produktion und vom Einklang der Nahrungsaufnahme mit den saisonalen Erntemöglichkeiten – am Vorbild der Klosterschwestern, die immer schon zum Eigenbedarf angebaut und geerntet haben. Zu Mittag speisten wir im bekannten Feldkirchner Gasthof Seitner, wo wir u.a. typische Kärntner Köstlichkeiten genießen konnten wie einen Kärntner Nudelteller und hausgemachte Kletzennudeln mit Honigbutter und Apfelmus. Überaus gesättigt fuhren wir anschließend zur schönen Anlage der Wehrkirche in Tiffen. Da die Auffahrt mit unserem großen Reisebus nicht ratsam war, hat der Neffe unseres Ehrenmitgliedes Gretl Emich über die örtliche Feuerwehr einen Shuttledienst organisiert; so konnten jene, die schlechter bei Fuß waren, mit einem Feuerwehr-Bus (spaßhalber streckenweise mit Blaulicht) zur Wehrkirche und zurück fahren, was freilich zu einem besonderen Highlight wurde. In der Wehrkirche erklärte uns der Obmann des Pfarrgemeinderates die Geschichte und Bauweise der ursprünglich romanischen Wehrkirche. Genächtigt haben wir in Nebengebäuden des Stiftes wie in der Musik- und Forstakademie. Das Abendessen konnten wir im Restaurant „Allegro“, das im Stift eingerichtet ist, einnehmen, anschließend wurde dort fast bis Mitternacht gesungen, dass es eine Freude war. Am nächsten Tag bekamen wir nach dem Frühstück eine Stiftsführung, dann ging die Fahrt nach Arriach, wo uns der vormalige Bürgermeister und jetzige Kapellmeister der örtlichen Blasmusikkapelle in der Evangel. Kirche die Geschichte und die Örtlichkeiten Arriachs erläuterte. Wir haben vorausgeplant, seine Blasmusikkapelle zur Umrahmung unserer 100Jahr-Feier nach Salzburg einzuladen. Über die kurvenreiche Nockalmstraße fuhren wir nach Innerkrems; von dort wollten wir über Schönfeld, Dr.Mehrl-Hütte, Bundschuh, Thomatal nach Ramingstein. Der Streckenabschnitt Innerkrems nach Schönfeld war leider für unseren 24Tonnen-Bus nicht befahrbar, so fuhren wir durch den Katschbergtunnel über Tamsweg nach Ramingstein zum Jagglerhof, wo wir uns auch dieses Jahr wieder kulinarisch verwöhnen ließen. Gesättigt, zufrieden und bei bester Laune sind wir abends wieder gut in Salzburg angekommen und es gab allseits nur positiven Nachhall.

Am 28. Juni hatte der Kärntner Chor Salzburg bei schönem Wetter einen Auftritt im Heckentheater, gemeinsam mit der Brauchtumsgruppe Salzburg-West und der Flachberger Tanzlmusi. Unser Obmann war Sprecher und Moderator dieser Veranstaltung. Viktor las einige lustige Kärntner Kurzgeschichten vor. Das Heckentheater war voll und es gab viel Applaus. Im Anschluss daran gingen wir zum Stiegl-Bräu in der Rainerstraße zu einem gemeinsamen Abendessen.

Am 22. Juni war unser Sommerfest. Zu Beginn feierte der Gneiser Pfarrer, Peter Zeiner, mit uns eine Messe anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Bildstöckls, dessen Entstehung der Impulsgebung von Viktor Leitgeb zu verdanken ist. Pfarrer Zeiner hat dieses vor 20 Jahren eingeweiht; unser Chorleiter Günther und Viktor, die seinerzeit bei der Errichtung mitgewirkt haben, hatten vor dem Sommerfest das Schindeldach des Bildstöckls in mühevoller mehrstündiger Arbeit von Moos gereinigt.
Nach der Messe konnte unser Obmann ein volles Haus willkommen heißen, der Chor sang mit Begeisterung und unser Chorleiter Günther hatte im weiteren Verlauf des Sommerfestes spontan die Idee geäußert, nun auch „manderisch“ singen zu wollen: Peter Gugganig, Günther, Viktor und Sigi Oberhammer vom Lainerhofer Männerquintett, der als Gast zugegen war, bildeten ohne vorher geprobt zu haben ein Quartett und sangen aus dem Stehgreif mehrere Kärntner Lieder. Alle waren so begeistert, dass sie später erneut zur Freude aller aufgetreten sind. Auf besonderen Wunsch unseres Ehrenmitglieds Gretl Emich haben Viktor und Peter G. die „Weinmesse“ vorgetragen. Zuvor gab Viktor einige Kärntner Gedichte zum Besten. Einige Südtiroler, die am Sommerfest teilgenommen haben, äußerten den Wunsch, wieder mit uns Kegelabende veranstalten zu wollen wie dies in früheren Jahren gepflogen wurde. Die Obfrau des Salzburger Volksliedsingkreises Helga Wilhelmstötter war auch bei unserem Sommerfest.
Lore Wolf und Gerhard Schalle vom Club haben während des Singens mühevoll (wegen des leistungsgedrosselten Herdes in der Küche) an die 250 Kärntner Kasnudeln aufgekocht und mit grünem Salat zubereitet. Anita Schönauer steuerte neben hervorragenden Torten einen wunderschönen Tischschmuck mit Wiesenblumen bei. Das Ehepaar Gritsch war in bewährter treuer Weise wieder voll im Dienste der Gemeinschaft; die spontane Hilfsbereitschaft weiterer Vereinsmitglieder war sehr erfreulich. Günther G. spielte mit der Harmonika auf, was sogleich von einigen zum Tanzen genutzt wurde. Bis 23 Uhr wurde gesungen. Zwei Gäste, die erstmals auf uns gestoßen sind, wollten aus Begeisterung Mitglieder unseres Vereines werden. Und sind es nun auch. Die Grafenfamilie Logothetti vom Schloss Triebenbach beehrte uns mit beiden Töchtern mit ihrem Besuch; sie haben gebeten, dass wir heuer zum Advent wiederum wie im Vorjahr auf Schloss Triebenbach singen sollten. Auf Initiative von Dr. Logothetti kam zu unserem Sommerfest auch der Unternehmer Erich Brenter mit Gattin (Erich Brenter war Europameister im Schibobfahren, unterrichtete darin die gesamte monegassische Familie – sein Vater, ein Kärntner, hat den Schibob erfunden), diese waren von unserem Singen und von unserem Chorleiter so begeistert, dass sie gebeten haben, wir mögen am 4.8. abends bei ihnen zu Hause in Oberndorf für einige betuchte Festspielgäste aus Deutschland (Banker und Immobilienfachleute) als Kontrast zu deren Opernbesuchen einen Kärntner Liederabend gestalten. Neben diesen Resonanz-Erfolgen war das Sommerfest auch ein finanzieller Erfolg.

Am 16.6.2019 war ein Miteinander-Fest der Volkskulturen im Freilichtmuseum geplant. Unser Chor war dort für zwei Auftritte vorgesehen. Am 15.6. kam abends über Großgmain ein schweres Gewitter auf, ein Baum fiel auf die Stromleitung, weshalb der Strom ausfiel und die Wiesen und Parkplätze waren überflutet, weshalb die Absage des Festes kurzfristig notwendig wurde. Für den 23.6. wurde auf Einladung der Volkskulturabteilung eine Zugfahrt und ein Abendessen im Salettl des Freilichtmuseums für die Akteure als Dank für die Bereitschaft des Mitwirkens organisiert; unser Chor war mit 19 Mitgliedern inkl. einiger Partner vertreten und es wurde getanzt und eifrig gesungen.

Am Samstag den 13. Jänner 2018 fand im Parkhotel Brunauer wieder unser alljährlicher Kärntner Ball statt. Rund 200 Besucher und Mitwirkende machten den Abend zu einem sehr lustigen und schwungvollen Erlebnis. Die DOMOLITENBANDITEN aus Lienz, Osttirol, sorgten für beste Tanzstimmung bis in die frühen Morgenstunden. Ab 22 Uhr gab es auch im Untergeschoß eine Tanzfläche mit Discomusik - erstmalig am Kärntner Ball, seitdem dieser im Parkhotel stattfindet. Musikalische Einlagen gab es natürlich auch vom Kärntner Chor Salzburg, sowohl bei der Eröffnung als auch zu Mitternacht. Eine kleine aber feine Präsentation ausgewählter internationaler Lieder kam auch vom Vokalensemble CanTiamo, das heuer zum zweiten Mal am Ball mitwirkte.
Das Servicepersonal war wieder sehr eifrig und bemüht um das Wohlergehen der Gäste. Neben einem ausgewogenen Angebot an verschiedenen Speisen und Snacks gab es erstmalig auch den traditionellen "Kärtnter Reindling" auf der Speisekarte, welcher eigens im Parkhotel zubereitet wurde.
Die Tombola bot diese Jahr erneut sehr viele Preise, darunter wieder tolle Hauptpreise wie Hotelaufenthalte, Erlebnis- und Fotostudiogutscheine und vieles mehr, darunter auch liebevoll selbstgemachtes/-gebackenes der Vereinsmitglieder. 
Besonders erfreulich war heuer die Anwesenheit einiger Erstbesucher.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Ballabend, wie man den Gesichtern der Ballbesucher, sowie Kommentaren entnehmen konnte.


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Kärnten Impressionen