Rückblicke & Beiträge

Anlässlich der 103. Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung, womit es zur Befreiung unserer Heimat kam und wodurch dem Land Kärnten seine historische Einheit bewahrt blieb, haben wir am 10.10. 2023 im Seniorenzentrum Lehen diesem bedeutsamen Ereignis und gleichzeitig der Opfer im Kärntner Freiheitskampf gedacht.

Zur Feier des Tages hat unser Chor unter der Leitung von Daniela Glantschnig zur Freude aller Zuhörer zahlreiche Kärntner Lieder vorgetragen. Viktor Leitgeb und Peter Gugganig haben mit heiteren Texten und mit solistischen Gesangs-Einlagen alle anwesenden Vereinsmitglieder und Gäste erfreut. Dass dann noch Kärntner Schmankerln serviert wurden, verlieh der Gedenkfeier eine besonders bekömmliche Note.

Eine große Freude für uns war die Anwesenheit von unseren Ehrenmitgliedern Gretl Emich und der früheren Landesrätin und 3. Landtagspräsidentin Dipl.Vw. Margot Hofer.

Mit dem Singen des Kärntner Heimatliedes wurde der offizielle Teil beendet, das Publikum bedankte sich herzlich für die Zugaben. Alle Beteiligten erfreuten sich an der Begegnung miteinander und es gab viele Rückmeldungen zum spürbaren harmonischen Gemeinschaftsgeist unter uns.

23./24.September.
Nach einem kurzen aber ausgiebigen Frühstück im Cafe „Burgblick“ (vis a vis von der Burg Finstergrün) in Ramingstein fuhren wir über die Flatnitz ins Metnitztal, wo wir in Metnitz eine interessante Führung zum berühmten Totentanz im dortigen Museum erleben konnten.

Zum Mittagessen wurden wir in Pirkfeld mit Blick zur Burg Hochosterwitz erwartet, wo wir uns im Bio-Buschenschank „Brunnerhof“ in der fein dekorierten zwar anfänglich etwas kühlen Tenne am reichlichen Buffet bedienen konnten. Parallel zu unserer Sättigung verbreitete sich in der originellen Halle eine wohltuende Erwärmung.

Hernach wurden wir im Schloss Frauenstein vom dortigen Verwalter herzlich begrüßt. Obzwar dieses Schloss für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, wurde uns in Aussicht gestellt, den schönen Renaissance-Innenhof mit den dortigen Lagerräumen für Kutschen und handwerklichen Geräten mitsamt der alten Schlossküche besichtigen zu können. Nachdem wir im Schlosshof ein Lied gesungen hatten, kündigte der Schlossverwalter an, uns noch die Schlosskirche zu zeigen, wobei er erwähnte, dass er den Kärntner Liedkomponisten Veit Obersteiner persönlich kannte. Daraufhin hat unser Chorleiter sogleich ein Lied von Obersteiner angestimmt, worauf der Verwalter so gerührt war, dass er uns daraufhin sogleich durch alle Räumlichkeiten des Schlosses führte, die allesamt Privat-Gemächer sind.

Anschließend fuhren wir auf die Burg Taggenbrunn und genossen den herrlichen Rundum-Ausblick und bestaunten die um den Berg angelegten Weingärten.

Sodann bezogen wir unsere Zimmer im Bildungshaus Stift St. Georgen am Längsee. Nach einem reichlichen Abend-Buffet-Angebot im stiftseigenen Restaurant wurde uns eine Stube angeboten mitsamt bereitgestellten Getränken, damit wir gemeinsam singen, plaudern und trinken können. Tatsächlich war unsere gesamte Busgemeinschaft mit dabei, unsere SängerInnen haben eifrig gesungen und zwischendurch brachte uns unser Chorleiter mit berührenden Harmonika-Klängen in eine besondere Stimmung, die einen nicht enden wollenden Abend einläutete; immer wieder wurde stets aufs Neue ein Abschlusslied vorgeschlagen.

Am nächsten Tag gab es im Stift ein großartiges Frühstücksangebot; anschließend fuhren wir nach Maria Saal, wo wir gerade rechtzeitig zum Sonntags-Hochamt angekommen sind und sogleich zu Beginn der Messe vom Stiftspfarrer Kanonikus Mag. Josef-Klaus Donko begrüßt wurden. Nach der Messe haben wir in der besonders schönen Wallfahrtskirche gesungen, wonach Kanonikus Donko auf uns zukam mit der Frage: „Wie gibt es das, dass Salzburger echt kärntnerisch singen können?“ Mit der Aufklärung, dass die überwiegende Mehrheit unserer SängerInnen echte Kärntner sind, war ihm das Kärntnerische in unserer Darbietung schlüssig.

Anschließend fuhren wir nach Kraig, wo wir in der Mostschenke Müller erwartet wurden und echte Kärntner Schmankerl serviert bekamen.

Hernach ging es weiter nach Moosburg, wo uns der gräfliche Kastellan des Schlosses Moosburg, das zu den Besitzungen der Grafen von Goess gehört, durch das Schloss führte. Graf Ernesto, der Kastellan, der aus einem italienischen Adelsgeschlecht entstammt, zeichnete sich bei der Führung aus durch besonderen Charme, Eloquenz, Witz, Wissen und Kompetenz, so dass diese Führung ein humorvoller Ausklang und auch zu einem Höhepunkt unseres Besuches in Kärnten wurde.

Beeindruckend bei diesem Ausflug war das besondere Gemeinschaftserleben, das Mitgestalten aller, die wertschätzende Begegnung zueinander und die zu Herzen gehende Stimmung.

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Am 25.Juni lud der Gauverband zu einem „Weißwurstessen“ als einem Forum für ein besseres Kennenlernen unter den Vereinen, die im Lainerhof angesiedelt sind. Mit diesem Einander-Näherrücken sollte es auch gelingen, dass Veranstaltungen von Vereinen gegenseitig besucht werden und so ein stärkeres Miteinander entstehen könnte. 15 Vereine – so wie unser Verein – folgten dieser Einladung, wobei jedem Verein die Möglichkeit zugewiesen wurde, sich zu präsentieren. Unsere Präsentation wurde eingebettet in zwei Kärntner Lieder, die eine kleine Abordnung unseres Chores unter der Leitung unseres Chorleiters zum Besten gegeben hat.

Nahezu 70 Personen folgten unserer Einladung zu unserem Sommerfest am 24.Juni. Unser Chor hat mit unserem Chorleiter auf bewährte Weise stimmungsvolle Kärntner Lieder gesungen. Unser Altobmann Viktor hat lustige Kärntner Geschichtchen vorgetragen. Zwischendurch hat ein Zitherspieler mit seiner Musik die gute Stimmung im Lainerhof zusätzlich angeregt. Eine Zeitlang hat unser Chorleiter mit seiner Harmonika den Zitherspieler begleitet, ehe unser Chorleiter allein aus seiner Harmonika schöne Klänge und Musikstücke hervorzauberte. In einem Nebenraum gab es diesmal einige Schaustücke im Sinne eines Flohmarktes zu erwerben, was eher im Stadium eines Experimentes blieb.
Auffallend war bei diesem Sommerfest die rundherum sichtbare Wiedersehensfreude und die anregende positive Unterhaltungsweise, die bei vielen Gesprächen zu beobachten war – als ob dies eine Resonanz auf das Eingangsstatements unseres Obmannes war, der darauf hingewiesen hatte, dass die Teilnahme an Veranstaltungen keine Pflichtübung sein soll, sondern dass die Teilnahme aus einer Freude heraus geschehen soll. Und die Freude war allseits spürbar.

Die vielen herausragenden Eigenschaften von Gretl lassen sich vielleicht mit der Bezeichnung der „Kümmerin“ im positivsten Sinne zusammenfassen. Eine Kümmerin erklärt sich bereit, sich darum zu kümmern, was in einer Gemeinschaft und für Einzelne notwendig ist. Gretl kümmert sich um den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft und um das Wohlergehen vieler. Das jüngste Beispiel: Zur Pflege der Gemeinschaft greift sie das Angebot für einen Heringsschmaus des Seniorenzentrums Lehen auf, ruft einige Vereinsmitglieder an und motiviert sie zu kommen. Und schon ist eine kleine Schar dabei. So kümmert sie sich um das Gelingen einer Gemeinschaftspflege und das ist gelebte Vereinstreue.
Und Gretl hat ihre Sorgenkinder. Sorge ist eine Grundhaltung der Anteilnahme, Unterstützung und Einfühlungs- sowie Aufmunterungsvermögen. Das zeichnet Dich als Kümmerin aus.
Aufgrund Deiner langen Vereinszugehörigkeit hast Du alte Freundschaften. Gerade die ältesten Freundschaften müssen wie die Weine ihr Alter aushalten. Das Geheimnis dafür ist Sympathie und Wohlwollen. Auch das zeichnet Dich als Kümmerin aus.
Wahre Freundschaft kennt auch die Bereitschaft zum Schmerz. Wir sagen in der Umgangssprache: „Ich kann dich gut leiden“. Das Leid ist das Siegel eines anderen in uns. Wer an einer Sache nicht gelitten hat, kennt und liebt sie nicht. Mit vielen von euch verbinde ich Gretl mit der Erfahrung von Gastfreundschaft, mit Sinn für Humor, mit Liebenswürdigkeit und Großzügigkeit, mit der Pflege von Beziehungen und anregendem Zusammensein, auch mit wohlwollenden kritischen Anmerkungen, die bereichern.
Gretl hat schwere Zeiten und schöne Zeiten erlebt. Was wird aus einem Menschen, der viel mitmachen musste und auch viele Menschen durch Tod verloren hat? Redet er sich ein Lebtag ein: Ich habe es schwer? Gretl trägt zwar die Wunden des Erlittenen in sich. Sie ist aber eine geworden, die verbindet, die sich kümmert, die aufmuntert und so heilt. So darfst Du mit viel Dankbarkeit auf Deine lange Vereinszugehörigkeit und auf Dein bisheriges langes Leben zurückschauen. Und wir schauen in Dankbarkeit zu Dir auf.


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Kärnten Impressionen