Rückblicke & Beiträge

Am 28.Mai hat unser Chor eine Maiandacht in der gut besuchten Kirche Herrnau gestaltet. Die liturgische Feier hat Dechant Mag. Alois Dürlinger übernommen. Als Dank wurden wir von ihm anschließend in den Pfarrhof eingeladen, wo er uns persönlich bewirtete und im Rahmen seiner ansprechenden freundschaftlichen Umgangsart ließ er uns wissen, wie sehr er ein Fan von Kärntner Liedern ist. Deshalb haben wir ihm auch einige Lieder karntnarisch zu Gehör gebracht.

Am 26. Mai gestaltete unser Männer-Sextett gesanglich eine Maiandacht in der Pfarrkirche Mülln. In seiner Begrüßung verwies Pfarrer Dr. Josef Pletzer auf die vollbesetzte Kirche mit den Worten: „Die Kärntner in Salzburg haben zur Maiandacht eingeladen und schon ist die Kirche voll“. Und bei der Verabschiedung brachte Pfarrer Pletzer zum Ausdruck, was jeweils während der gesanglichen Darbietungen unseres Männer-Sextetts merkbar und spürbar wurde, nämlich wie sehr alle Kirchenbesucher andächtig, berührt und ergriffen den zu Herzen gehenden Liedern folgten. Anschließend fanden wir uns im Müllner Bräustübl zu einem gemütlichen Beisammensein im Gastgarten ein.

Am 11. Mai haben wir uns von einem treuen Vereinsmitglied, Hubert Huber, verabschieden müssen. Ihm zu Ehren haben wir die Aussegnungsfeier gesanglich umrahmt. Hubert war ein begeisterter Kärntner, ein einladender Anstachler, wenn es darum ging, andere zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen zu bewegen, er war ein treuer Besucher unseres Kärntner Stammtisches und hat uns mit seinem Humor, mit seiner mitsorgenden Anteilnahme, mit seiner Menschlichkeit und mit seinem Sosein stets erfreut. Mit Dankbarkeit und Wertschätzung haben wir ihm einige Lieder mit auf den letzten Weg gegeben.

Am 8. Mai hatte unser Chor im Rahmen der Langen Nacht der Chöre zwei Auftritte: Im Sacellum wurden mehrheitlich geistliche Lieder gesungen und im neuen Kapitelsaal erklangen nur Kärntner Lieder. An beiden Aufführungsorten ernteten wir volles Lob und bekamen viele schöne Rückmeldungen. Ein zuhörender Gesangslehrer machte uns auf den Unterschied aufmerksam, der sich offenbart, wenn ein Chor mit Notenblättern oder auswendig singt. Denn sowie ein Chor frei ohne Notenblätter singt, ergibt sich nicht nur ein ganz anderer Blickkontakt zum Chorleiter, sondern auch eine emotionale Verbindung zu ihm, was dazu führt, dass die Lieder vom Text verinnerlicht präsentiert werden und dadurch ein emotionales Beteiligtsein zum Ausdruck kommt, weshalb der Gesang eine besonders tiefe Gemütsbewegung erreicht. All das sei bei unseren Darbietungen erfahrbar gewesen.

Nahezu siebzig Personen folgten unserer Einladung zu unserem Faschings-Gschnas. Auf der Einladung war am Rande vermerkt, dass Masken gern gesehen sind. Zur Überraschung kamen alle Besucher maskiert. Aus dieser Überraschung kreierte unser Obmann bei der Begrüßung das Motto für den Tanzabend: „Gemeinsam ein wenig anders sein“.

Die meisten schlüpften mit ihrer Verkleidung in eine ganz andere Rolle als sie selbst sind. Man kann es als Bedürfnis deuten, aus einem anderen Blickwinkel betrachten und über sich selbst lachen zu wollen. Es ist ein gesundes Zeichen, sich zu gestatten, sich selbst „auf die Schaufel zu nehmen“, zumal es die Erlaubnis einschließt, auch über andere lachen zu dürfen. Auffällig war, dass über andere nur wohlwollend und mit einer besonderen Milde gelacht wurde, was ein Hinweis auf die Qualität unserer Gemeinschaft ist. Der spürbare Effekt war die innere Freude, die aus allen strahlte, weshalb sich an diesem Abend durchgängig eine betont gute Stimmung verbreitete, die zudem ansteckend wirkte, was auch an der Tanzfreudigkeit vieler ablesbar war.

Unser Musikant verstand es, diese spürbar gute Stimmung unter uns zusätzlich anzufeuern, indem er abwechselnd Evergreens, beschwingte Tanzmusik und Schlager, die in uns Erinnerungen entfachten, auf uns einwirken ließ, wodurch in uns nostalgische Gefühle freigesetzt wurden, die wir im Laufe des Abends mehrmals mit unseren Liedern unterlegt und zusätzlich zum Ausdruck gebracht haben. Unsere Chorleiterin Daniela hat mit ihrer eigenen Beschwingtheit unsere Schwingungsfähigkeit stets aufs neue angeheizt und es so nicht zugelassen, dass unsere Beschwingtheit nachlassen könnte.

Von allen wurde der bunte Mix von Tanzmusik und Liedern als recht ansprechend empfunden, wobei der Wechsel in der Abfolge recht kurzweilig war und alle überrascht waren, wie schnell die Zeit verrinnen konnte, weshalb der Musiker noch gebeten werden musste, eine Stunde anzuhängen.

Unsere Gundi hat auf bewährte Weise für das leibliche Wohl bestens vorgesorgt und Anita und Karin haben köstliche Desserts bereitgestellt.

Allen hat der Abend, die zur Schau gestellten Verkleidungen und die heitere Stimmung gut getan. Alle gingen beschwingt und fröhlich nach Hause, wobei beim Abschied der Ruf nach Fortsetzung im nächsten Jahr laut vernehmbar war.

Schön war zu erleben, dass auch mit einer veränderten Persönlichkeitsrolle das Wohlwollen zueinander, das Interesse füreinander, der gutgemeinte Zuspruch zueinander und die freundschaftliche Zuwendung zu jeder(m) einzelnen spürbar waren.


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Kärnten Impressionen