Rückblicke

Vereinsausflug 2021


Unser diesjähriger Ausflug konnte am 25. und 26.9. bei herrlichem Herbstwetter stattfinden.
Das erste Ziel war das Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, wo wir eine hochinteressante Führung miterleben konnten. Vom Prälat, Probst MMag. Petrus
Stockinger, wurden wir begrüßt; er erläuterte uns kurz den Tagesablauf in der Stiftsgemeinschaft. Da er selbst auch Chorsänger ist, brachten wir ihm einige Kärntner Lieder zu Gehör, wobei er über unser gekonntes Intonieren erstaunt war.
Auf der Weiterfahrt gönnten wir uns in einem nach außen hin unscheinbaren Landgasthaus in Breitenwaida südlich von Hollabrunn eine Mittagspause, wo wir zur Überraschung aller vorzüglich und reichlich essen konnten. Anschließend fuhren wir nach Mailberg. Im dortigen Schlosshotel des Malteser Ritterordens - reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück -,bezogen wir unsere Zimmer.
In diesem altehrwürdigen exklusiven Hotel waren wir die einzigen Gäste, da unser Obmann mit seinem guten „Riecher“ gleich alle Zimmer dieses Hotels gebucht hatte.
Nach unserem Zimmer-Bezug fuhren wir nach Retz, wo wir im dortigen einzigartigen Erlebniskeller eine sehr bemerkenswerte Führung erleben konnten. Den Abschluss der Führung bildete eine Weinverkostung. Dieses Verkosten hatte sodann eine Fortsetzung beim gerade stattfindenden Weinfest am Stadtplatz von Retz, wo die meisten von uns auskostende Streifzüge unternommen haben.
Um unserer Flüssigkeitszufuhr auch feste Nahrung nachzusetzen, begaben wir uns in ein erlesenes Landgasthaus in Guntersdorf. Dort speisten wir wieder vorzüglich, wobei es freilich nicht nur bei der festen Nahrungszufuhr blieb. Gutgelaunt und wohlgesättigt fuhren wir ins Schlosshotel Mailberg, wo unsere
SängerInnen fast bis Mitternacht ausgiebig gesungen haben (als einzige Gäste störten wir ja niemanden).
Tags darauf fuhren wir nach dem Frühstück nach Rosenburg und konnten diese großartige Renaissance-Burg im Rahmen einer spannenden Führung besichtigen und über 500 Jahre altes Originalmobiliar, Tapeten, Bilder, Waffen, Kunstgegenstände, besondere Räumlichkeiten und vieles mehr bewundern.
Hernach wurden uns im Restaurant des Benediktinerstiftes Altenburg regional typische Speisen serviert, die allesamt sehr bekömmlich waren. Anschließend haben wir in der Stiftskirche bei besonderer Akustik gesungen, ehe wir über das schöne Kamptal in die Wachau gefahren sind.
In Dürnstein erklärte uns im Rahmen einer geistvollen Führung der dortige Stiftspfarrer Besonderheiten des Stiftes, aussagestarke Holzreliefs und Altarbilder von Kremser Schmidt (Vater und Sohn), den außergewöhnlich gestalteten Tabernakel in Form einer Weltkugel, den einzigen barocken Kreuzgang und den weithin sichtbaren und blau leuchtenden Kirchturm, der fast als Wahrzeichen der Wachau gilt.
Den Tag konnten wir in Weissenkirchen beim Heurigen der Familie Mang fürs erste ausklingen lassen, wobei wir aufgrund der milden Witterung noch im weitläufigen Garten des Weingutes Mang Köstlichkeiten, wie sie für einen Heurigen typisch sind, mitsamt vortrefflichen Wein genießen konnten (seit dem Jahr 1287 ist der Name Mang mit dem Weinbau in Weissenkirchen verbunden).
Die Dichte der Programmfülle unseres Ausflugs hat den ursprünglich geplanten Abstecher zum Stift Göttweig nicht mehr zugelassen; und das war auch gut so, da uns damit ein sonst sicherer Stress erspart geblieben ist.
Unsere Chorleiter Stv, Daniela Glantschnig, hat uns während der Ausflugstage gesanglich sicher, motivierend, schwungvoll und begeisternd gelenkt. Nicht von ungefähr war der Prälat des Stiftes Herzogenburg von unserem Singen so angetan. Wir dankten es unserer Chorleiterin von Herzen (unser Obmann herzte sie deshalb auch).
Ganz unauffällig, fast wie ein Geheimagent, kümmerte sich unser Kassier, Peter Santner darum, dass unsere Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden; so bemerkte nahezu niemand, dass seine Eintrittsgebühr bereits bezahlt war, weil nämlich der Kassier schon zur Stelle war. Das war schon ein ganz besonderer Service. Ein Service, der allerdings schon auf direktem Wege spürbar wurde, war der Einsatz von Gerlinde Santner-Zimmer und Gabi Wieser-Fuchs; kaum sind wir nämlich in den Bus eingestiegen, waren sie schon zur Stelle und haben angeboten, aus fünf verschiedenen Schnäpsen wählen zu können, auf dass wir trinken, um der Verdauung nützlich zu werden oder vorbeugend zu trinken, damit uns ja nicht schlecht werde und um ja keine Verdauungsprobleme zu bekommen. Diese Anliegen
waren jedem/r schlüssig und so wollte und hat ja auch jede(r) schnellst möglich zugegriffen. Es wollte ja niemandem schlecht werden. Die Prophylaxe war da jedem(r) spontan Auftrag!
Was wohl daraus geworden ist? Im Einzelfall nicht bekannt, im allgemeinen schon: jeder verehrte unsere Marketenderinnen ob des besonderen Getränks oder gar der besonderen Ausstrahlung jener? Die Nachforschung hat ergeben: beides war ausschlaggebend; aber wegen des aufbrausenden Applauses muss wohl deren Ausstrahlung noch wirksamer gewesen sein. Der brandende Applaus sprach dafür gleichsam „Bände“. Das Bedürfnis nach Wiederholung erreicht somit das Ausmaß eines Zwanges.

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Kärnten Impressionen